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Was macht Hören so besonders?

Eindrücke, für die es keine Worte gibt

Hören erleben wir unmittelbar und als sehr eindringlich mit unseren Gefühlen verbunden. Stimmen, Klänge, Geräusche oder Töne assoziieren wir oft mit anderen Sinnes-Wahrnehmungen. In der Erinnerung sind sie eng verknüpft mit bestimmten Lebensphasen, mit Emotionen wie Glück, Angst, Bedrohung oder Geborgenheit.

Im Kopf können wir uns darüber eine ganze Welt eröffnen und assoziativ Verbindungen zu anderen Sinnes-Eindrücken schaffen –
visuellen oder auch Geruchs- oder Geschmacksempfindungen. Durch die enge Verbindung zu Emotionen, spielt gehörte Erinnerung in jeder Biografie eine Rolle.
Auch Filme arbeiten  intensiv mit der akustischen Ebene: Das Quietschen einer Tür, die leise knarrenden, sich nähernden Fußtritte auf einem Holzboden, das Zuschlagen eines Fensters: Geräusche und Musik machen die Atmosphäre eines Films aus, bewirken Spannung und Gruseln, was Bildern allein nicht gelingt. Der Hörebene können wir uns nicht entziehen, sie erreicht unsere Gefühle oft auch unbewusst.

Musik spielt eine ganz besondere Rolle: In ihr können Menschen Zuhause sein. Sie begleitet ein Leben in den unterschiedlichsten Formen und Varianten. Andere verbinden bestimmte Lebensphasen oder Ereignisse mit einer Musik. Für manche ist eine entscheidende Tanzmusik prägend, Kirchenmusik oder Popsongs als Ausdruck eines Lebensgefühls.

Die Stimme eines Menschen ist unverwechselbar

Wir arbeiten mit Hörbiografien, weil  die Stimme des Menschen, seine Zuhörer in ganz besonderer Weise berührt. Dazu kommen ganz andere, vielleicht lange Zeit unbewusste Formen des Erlebens: Musik, Geräusche, andere Stimmen  – oder akustische Eindrücke,  die Orte portraitieren. Sie zeigen Facetten der Persönlichkeit, die sich Worten manchmal entziehen. Unsere Hörbiografien sind  vielschichtige Portraits, die über das bloße Erzählen hinausgehen.